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Vortrag „NachbarWatt – Energie von nebenan“

Michael Heitling
Am 25.03.2026 hatte die BE Michael Heitling, Organisator von NachbarWatt in Melle zu einem Online-Vortrag mit dem Titel „NachbarWatt – Energie von nebenan“ eingeladen.

50 Bürgerinnen und Bürger verfolgten interessiert dem Vortrag. Deutlich wurde, wie sich die Energieversorgung in Zukunft bürgernäher, transparenter und nachhaltiger gestalten lässt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie lokal erzeugter Strom nicht nur ins allgemeine Netz eingespeist, sondern innerhalb einer Gemeinschaft sinnvoll genutzt und wirtschaftlich lukrativ verteilt werden kann.

Der Referent erläuterte, dass NachbarWatt Erzeuger und Verbraucher in einer Strom-Community zusammenbringt. Haushalte mit Photovoltaikanlagen, aber auch andere lokale Stromerzeuger können überschüssige Energie in diese Gemeinschaft einbringen. Verbraucher wiederum erhalten die Möglichkeit, Strom aus regionaler Erzeugung günstig zu beziehen. So entsteht ein Modell, das den Gedanken der Energiewende direkt in die Nachbarschaft trägt.

Der Referent machte deutlich, dass es sich dabei nicht um eine direkte Stromleitung von Haus zu Haus handelt. Vielmehr bleibe das öffentliche Netz die technische Grundlage der Versorgung. Entscheidend sei die organisatorische und wirtschaftliche Zuordnung: „Wer Strom erzeugt, kann ihn innerhalb der Community vermarkten, wer Strom verbraucht, profitiert von mehr Transparenz und der Idee regionaler Wertschöpfung.“

Großes Interesse galt auch den praktischen Voraussetzungen. Für die Teilnahme sind unter anderem geeignete Stromzähler und eine digitale Erfassung der Verbrauchs- und Einspeisedaten notwendig. Zudem wurde erklärt, dass NachbarWatt sowohl für reine Verbraucher als auch für Einspeiser oder kombinierte Nutzer offenstehe. Damit richte sich das Modell an Eigenheimbesitzer mit Solaranlage ebenso wie an Menschen, die selbst keine Anlage besitzen, aber bewusst regionalen Ökostrom nutzen möchten. Heitling: „Besonders interessant ist dieses Modell auch für Besitzer von Stromanlagen, die nach 20 Jahren aus der EEG-Förderung raus sind.“

Nach dem Vortrag wurde vor allem die Frage diskutiert, ob solche Ansätze ein wichtiger Baustein für die zukünftige Energieversorgung sein könnten. Die Antwort der Veranstalter fiel eindeutig aus: Heinz Böer, Sprecher der BE:  „Gemeinschaftliche Modelle wie NachbarWatt stärken die Akzeptanz der Energiewende, fördern lokales Engagement und machen Energieversorgung für viele Menschen greifbarer und zudem günstiger!“

Die Mitglieder von BE wollen nun die neuen Erkenntnisse in die Baumberger Kommunen bringen, auch die Gemeindeverwaltungen informieren und sie auf Möglichkeiten der nachbarschaftlichen Energieversorgung im kommunalen Bereich hinweisen. Dies könne auch für Freibäder oder Turnhallen oder andere kommunale Einrichtungen gelten. Bei konkretem Interesse will die BE den Referenten direkt in die Baumberge-Gemeinden einladen.

Wer sich weiter informieren möchte, kann dies auf der Seite www.nachbarwatt.de. Unten auf der Seite liefert der kurze Podcast „Einfach machen“ erste Informationen.